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Im Urlaub in Italien können diese Fehler sehr teuer werden


Am Brunnen sitzen, auf Flip-Flops durch den Nationalpark wandern, Muscheln als Souvenir mitnehmen – Italien kassiert Geldstrafen von Urlauberinnen und Urlaubern, die sich falsch verhalten.

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Zum Teil ist der Massentourismus schuld: So kommen jährlich Millionen Reisende in Metropolen wie Rom und Venedig. Vor allem in der Hochsaison im Sommer ist es laut, dreckig und überfüllt. Um den Massentourismus einzudämmen, dürfen in Venedig keine Kreuzfahrtschiffe mehr in der Altstadt anlegen. Aber auch andere Regelungen sollen helfen, das Chaos in den Griff zu kriegen. Die örtlichen Behörden kontrollieren streng und verteilen Bußgelder, Verwarnungen und Platzverweise.

Damit es in deinem nächsten Italien-Urlaub keinen Ärger gibt, solltest du die folgenden Dinge lieber nicht tun.

1. Fehler bei der Mautzahlung ignorieren

Urlauberinnen und Urlauber, die mit dem Auto aus Deutschland nach Italien reisen, kommen zum Beispiel auf der sogenannten Brennerautobahn an einer Mautstation vorbei. Die Gebühr muss dort direkt auf der Autobahn bezahlt werden. Falls dabei etwas schief geht, fällt das Reisenden laut dem Mobilitätsportal „efahrer“ jedoch nicht immer sofort auf. Wer dann nicht reagiert, die oder den erwartet wenig später ein Inkasso-Brief mit deutlichen Zusatzkosten.

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Damit Reisende überhaupt nicht in so eine Situation kommen, sollten sie versuchen diese drei häufigen Mautfehler zu vermeiden:

  • Falls die Kartenzahlung nicht funktioniert hat, steht auf dem Beleg „mancato pagamento“ (deutsch: nicht bezahlt) – der Zettel sieht sonst wie ein normaler Beleg aus. Dieser sollte nicht weggeschmissen werden, denn er wird beim Nachzahlen benötigt.
  • Auf sogenannten Telepass-Spuren öffnen sich die Schranken auch ohne Bezahlung. Diese sind jedoch nur für Fahrzeuge mit bestimmten Geräten an Bord, die die Zahlung automatisch vornehmen. Ohne diese Geräte muss die Maut nachgezahlt werden.
  • Laut „efahrer“ gibt es in Italien drei Streckenabschnitte (unter anderem Nahe Mailand), an denen die Maut nicht an einer Station kassiert wird. Hier funktioniert das System über eine Erfassung des Kennzeichens.

In allen drei Fällen muss die Maut zeitnah gezahlt beziehungsweise nachgezahlt werden. Das kann entweder an einer Servicestation von Punto Blu oder per Überweisung innerhalb von 15 Tagen erledigt werden. Wer das nicht macht, muss mit teuren Inkasso-Kosten rechnen.

2. Auf der Spanischen Treppe in Rom sitzen

Auf der Spanischen Treppe in Rom dürfen keine Menschen sitzen. Wer es trotzdem tut, muss bis zu 400 Euro Strafe zahlen. Es ist übrigens auch verboten, einen Koffer oder einen Kinderwagen über eine der 135 Stufen zu ziehen.

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Auf der Spanischen Treppe in Rom tummeln sich täglich Tausende Touristen. Sitzen ist hier seit Sommer 2019 verboten.

Auf der Spanischen Treppe in Rom tummeln sich täglich Tausende Touristen. Sitzen ist hier seit Sommer 2019 verboten.

© Quelle: imago images/Jacob Schröter

3. Alkohol trinken

Immer wieder benehmen sich betrunkene Touristen in Rom daneben – das will die Stadt eindämmen. Daher sind geführte Bar-Touren in großen Gruppen verboten. Bei Verstoß gibt es ein Bußgeld für Anbieter und Touristinnen und Touristen.

Außerdem ist in einer neuen Polizeiverordnung geregelt, dass Urlauberinnen und Urlauber zwischen 22 und 7 Uhr keinen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken dürfen. Auch Bars dürfen nur noch bis 2 Uhr morgens alkoholische Getränke ausschenken.

In Genua ist es im historischen Zentrum verboten, alko­ho­li­sche Ge­tränke offen he­rum­zu­tra­gen. Flaschen dürfen nur in Taschen, also nicht sichtbar, transportiert werden. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Euro rechnen.

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4. Flip-Flops an der Cinque Terre

Badelatschen sind verboten: Wer mit Flip-Flops beim Wandern an der Steilküste in der italienischen Touristenregion Cinque Terre erwischt wird, muss mit Strafen von bis zu 2500 Euro rechnen.

Das Verbot wurde im Jahr 2019 eingeführt, weil sich immer wieder Wandernde bei Unfällen durch ungeeignetes Schuhwerk verletzt hatten und oftmals mit Hubschraubern gerettet werden mussten.

Flip-Flops verboten: Der Nationalpark Cinque Terre startet eine Anti-Badelatschen-Kampagne. (Symbolfoto)

Flip-Flops verboten: Der Nationalpark Cinque Terre startet eine Anti-Badelatschen-Kampagne. (Symbolfoto)

© Quelle: imago images/Photocase

5. Liebesschlösser anbringen

Ein Liebesschloss solltest du in Italien lieber nicht an eine Brücke hängen, besonders in Venedig und Rom ist es streng verboten. Bei Verstoß wartet ein Bußgeld auf dich.

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Liebeschlösser am Brückengeländer – eigentlich ein schönes Bild, in Venedig aber streng verboten.

Liebeschlösser am Brückengeländer – eigentlich ein schönes Bild, in Venedig aber streng verboten.

© Quelle: imago images/Future Image

6. Badekleidung in Sorrento

Wer im Bikini oder Badeanzug durch Sorrento in Süditalien spaziert, muss mit Strafen von bis zu 500 Euro rechnen. Das gilt auch für Männer, die oben ohne durch den Ort laufen.

Halb nackte Touristinnen und Touristen waren offenbar zum Problem geworden. Sie würden dem Ansehen Sorrentos schaden und Unbehagen bei den Einheimischen auslösen, hieß es in der Verordnung von Bürgermeister Massimo Coppola.

7. Ohne Oberteil herumlaufen

Auch in weiteren italienischen Städten, zum Beispiel auch Rom und Venedig, ist es Urlaubern untersagt, ohne Oberteil oder in Badekleidung herumzulaufen. Die Kleidung muss mindestens die Schultern bedecken. Wer sich nicht an die Kleiderordnung hält, bekommt einen Platzverweis oder sogar ein Bußgeld aufgebrummt. In einem Park in Venedig hatte sich in diesem Jahr eine Urlauberin im Bikini gesonnt – sie wurde erwischt und muss 250 Euro Strafe zahlen.

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Auch auf der italienischen Vulkaninsel Ischia hat eine Stadt seit August 2023 eine neue Kleiderordnung herausgegeben. In Forio im Westen der Insel dürfen Reisende nicht mehr mit nacktem Oberkörper durch das historische Zentrum laufen, das berichtet „La Republicca“. Ebenso sei es verboten, nur in Badekleidung herumzulaufen, das würde auch Flip-Flops sowie barfuß laufen betreffen. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit Strafen zwischen 25 und 500 Euro rechnen – je nach schwere des Verstoßes.

Diese Regelung betrifft vor allem die Herren der Schöpfung – geschlossene Oberbekleidung ist Pflicht.

Diese Regelung betrifft vor allem die Herren der Schöpfung – geschlossene Oberbekleidung ist Pflicht.

© Quelle: unsplash/Igor Ferreira

Außerdem kündigt die Stadt an, dass Menschen, die öffentliche Brunnen nutzen, um sich zu waschen mit einer Strafe rechnen müssen. Auch Alkohol trinken im historischen Zentrum sowie das Wegwerfen von Zigaretten und Kaugummi steht unter Strafe – und Vögel füttern oder im Stadtzentrum Ball spielen, solltest du besser nicht, denn das ist nun ebenfalls verboten.

8. Essen und trinken vor Sehenswürdigkeiten

Das „übermäßige“ Essen und Trinken ist vor historischen Sehenswürdigkeiten in ganz Italien verboten. Was genau unter „übermäßig“ zu verstehen ist, ist wohl Auslegungssache. Auf jeden Fall solltest du darauf achten, keine Flecken oder Müll zu hinterlassen – sonst gibt’s einen Platzverweis.

Vor historischen Attraktionen solltest du es mit Essen und Getränken ruhig angehen lassen.

Vor historischen Attraktionen solltest du es mit Essen und Getränken ruhig angehen lassen.

© Quelle: imago images/Westend61

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9. Mit falschem Kennzeichen an der Amalfiküste fahren

Viele Reisende kommen mit dem Auto nach Italien. Auf der berühmten Küstenstraße Amalfitana sorgten die kilometerlange Staus in der Hauptreisezeit für Ärger. Einwohnerinnen und Einwohner berichteten, nicht zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Arzt gekommen zu sein – oder nur mit Verspätung.

Ab dem Sommer 2022 dämmt die Region den Verkehr auf der Strada Statale 163 mit einer kuriosen Nummernschild-Regelung ein. Fahrzeuge mit ungeraden Nummern auf ihren Nummernschildern dürfen die Strecke zwischen Meta di Sorrento und Vietri sul Mare nicht mehr an ungeraden Daten befahren, solche mit geraden Zahlen auf den Nummernschildern nicht mehr an geraden Tagen. So soll der Reiseverkehr künftig halbiert werden.

10. Sand und Muscheln mitnehmen

Sand, Steine oder Muscheln als Souvenir von Sardinien mitzunehmen kann teuer werden. Wer erwischt wird, muss mit Strafen zwischen 500 und 3000 Euro rechnen.

Zahlreiche Reisende füllen jedoch trotzdem jeden Sommer Sand in Flaschen oder Plastiksäcke – und gehen der Polizei ins Netz. So waren im Juni 2022 zwei Frauen auf Sardinien mit fast 220 Steinen sowie rund 160 Muscheln von verschiedenen Stränden festgenommen worden.

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11. Münder an öffentlichen Brunnen

Beim Trinken aus öffentlichen Brunnen solltest du darauf achten, dass deine Lippen nicht den metallenen Wasserhahn berühren. Mach es wie die Italiener: Fang das Wasser mit deiner Hand auf und trinke daraus. Alternativ kannst du auch eine Flasche mitbringen. Bei Verstoß droht ein Platzverweis.

Deine Lippen dürfen beim Trinken aus öffentlichen Brunnen nicht den Wasserhahn berühren.

Deine Lippen dürfen beim Trinken aus öffentlichen Brunnen nicht den Wasserhahn berühren.

© Quelle: imago images/Helge Sobik

12. Fotos mit Straßenkünstlern machen

Kostümierte Straßenkünstlerinnen und -künstler dürfen kein Geld mehr für Fotos nehmen. Wer ein Foto mit einem verkleideten Gladiator schießen möchte, wird wohl darauf verzichten müssen. Halten sich die Straßenkünstlerinnen und -künstler nicht daran, müssen sie nämlich bis zu 400 Euro Strafe zahlen.

Auf ein Urlaubsfoto mit einem Gladiator wirst du verzichten müssen.

Auf ein Urlaubsfoto mit einem Gladiator wirst du verzichten müssen.

© Quelle: imago images/Zuma Press

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13. Baden im Comer See

Der Comer See ist ein beliebtes Ziel für den Badeurlaub. Doch ein Sprung ins kühle Nass ist nicht überall erlaubt: In der Stadt Como herrscht an den Ufern im Stadtzentrum Badeverbot.

Die Erfrischung kann teuer werden: Wer von der Polizei erwischt wird, muss mit 50 Euro Strafe rechnen.

14. Im Springbrunnen baden

Das Baden in Brunnen ist in Italien verboten. Auch klettern, sonnen, Gegenstände hineinwerfen oder Tiere abkühlen ist untersagt. Wer das Verbot ignoriert, muss bis zu 450 Euro Strafe zahlen.

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Der Trevi-Brunnen in Rom ist ein absoluter Touri-Magnet – dort werden Touristinnen und Touristen mit Trillerpfeifen von Polizisten verscheucht, wenn sie sich auf den Rand setzen. Das Baden kann hier sogar 500 Euro kosten. Fürs Geldhineinwerfen gibt’s hier aber keine Strafe.

Der Trevi-Brunnen in Rom ist ein Touri-Magnet – aber viele der Touristen benehmen sich daneben.

Der Trevi-Brunnen in Rom ist ein Touri-Magnet – aber viele der Touristen benehmen sich daneben.

© Quelle: imago images/Independent Photo Agency

15. Fahrrad fahren in Venedig

In Venedigs Altstadt, dem Centro Storico, ist das Fahrradfahren streng verboten – sogar das Schieben ist tabu. Es fällt aber ohnehin schwer, sich vorzustellen, dass Fahrradfahrer zwischen den Tausenden Fußgängerinnen und Fußgängern noch irgendwo Platz finden.

Lieber stehen lassen: Das Fahrradfahren ist in Venedigs Altstadt verboten, würde aber wegen der Menschenmassen sowieso keinen Spaß machen.

Lieber stehen lassen: Das Fahrradfahren ist in Venedigs Altstadt verboten, würde aber wegen der Menschenmassen sowieso keinen Spaß machen.

© Quelle: imago images/Mint Images

16. Winterreifen im Sommer

Wichtig für Reisen mit dem Auto: In Italien dürfen bestimmte Winter- oder Ganzjahresreifen im Sommer nicht mehr verwendet werden. Du willst wissen, ob deine Reifen zwischen dem 16. Mai und dem 15. Oktober verwendet werden dürfen? Dann musst du den auf den Reifen befindlichen Geschwindigkeitsindex mit dem in der Zulassungsbescheinigung Teil eins eingetragenen Index vergleichen.

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Klingt kompliziert? Wie das genau geht, erklärt der österreichische Automobilclub (ÖAMTC). Wer sich nicht an das Verbot hält und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld zwischen 419 und 1682 Euro rechnen.

17. Handtuch am Strand

In Stintino auf Sardinien dürfen Badende ihr Badetuch nicht direkt auf den Sand legen. Stattdessen sollen sie eine Strohmatte unter das Handtuch legen – um so den Strand La Pelosa zu schützen. Denn zusammen mit den nassen Handtüchern wurde zu viel des weißen sardischen Sandes abgetragen, teilte der Bürgermeister Antonio Diana im Jahr 2019 mit.

Und deswegen darf jetzt nur noch am Strand liegen, wer auch eine Matte dabeihat. Wie ernst es dem Bürgermeister damit war, zeigte bereits 2019 die Strafe für einen Touristen. Der nämlich lag unerlaubterweise einfach nur auf seinem Handtuch – und musste 100 Euro Strafe zahlen.

Reisereporter

Sources


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Author: Ariel Richards

Last Updated: 1702155604

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Name: Ariel Richards

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